Hey,
heute der letzte Teil der Rheingauserie und ich habe mal geschaut was man noch so schreiben kann und bin dann über ein Thema gestolpert was noch ganz interessant geklungen hat: Berühmte Entdeckungen im Rheingau
Es sind natürlich Millionen fundamental wichtige Sachen hier erfunden worden
aber ich habe mir gedacht, ich picke mir einfach 2 Stück raus:
Im Jahre 1775 wurde im Schloss Johannisberg die Edelfäule, bzw. die Spätlese erfunden, womit streng genommen auch der Siegeszug des Rieslings begonnen hat. Der wurde nämlich bis dahin im
mer viel zu früh gelesen weil es einen einheitlichen Lesestart in einer Gemeinde gab, mit den früher reiferen Sorten beginnend, und der Riesling dann einfach mitgelesen worden ist.
Für den Lesestart brauchte man allerdings die Erlaubnis seines Grundherren, der im Fall von Schloss Johannisberg jedoch in Fulda saß. In diesem Jahre verspätete sich der berittene Bote allerdings um 2 Wochen, sodass die Mönche zusehen mussten wie ihre Trauben verfaulten. Nachdem sie den Wein aber später dann trotzdem ausgebaut hatten stellten sie fest, dass er um einiges besser schmeckte als die vorherigen, früh gelesenen Jahrgänge. So entstand das Wissen um die Edelfäule (Botritis cinerea) und die Spätlese.
Nach dieser Anekdote aus früheren Jahren, jetzt noch eine aus der nicht ganz so entfernten Vergangenheit:
1872 hat nämlich hier an der Forschungsanstalt, wie bestimmt die meisten wissen, ein gewisser Herr Hermann Müller aus dem schweizerischen Thurgau eben diese Rebsorte erfunden: Den Müller-Thurgau oder Rivaner. Diese Rebsorte ist heute, nach dem Riesling, die zweithäufigste in Deutschland und auch weltweit sehr erfolgreich wegen ihrer geringen Anforderung an Boden und Klima und dem hohen und frühen Ertrag.
So, dies war das, für die Kategorie Rheingau. Hoffe ihr habt ein bisschen Spaß bei lesen gehabt, falls euch das Thema vorher interessiert hat. Ist bestimmt nicht ganz so „flüssig“
zu lesen wie die Weinproben, aber man sollte sich ja immer weiterbilden..:-)
bye-bye













